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EINWOHNERGEMEINDE ZERMATT   I   SOMMER 2019

​ÖKOLOGISCHES ERSATZMASSNAHMENMANAGEMENT GLETSCHERVORFELD GANT

Der alpine Lebensraum ist ein faszinierendes und einzigartiges Ökosystem, das durch seine extremen Bedingungen geprägt ist. Flora und Fauna haben sich auf bemerkenswerte Weise an die rauen Umweltbedingungen angepasst und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Arten, die nirgendwo sonst zu finden sind. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind Flora und Fauna äußerst verletzlich, Klimawandel sowie menschliche Aktivitäten stellen erhebliche Belastungen dar. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass im Zuge der unterschiedlichen Schutz- und Nutzinteressen am alpinen Lebensraum derart gesteuert werden, dass die einzigartigen und empfindlichen Ökosysteme bestmöglichst geschützt werden. Wo eine Beeinträchtigung nach sorgfältiger Interessensabwägung nicht umgangen werden kann, gibt die Umweltschutzgesetzgebung vor, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den bestmöglichen Schutz, die Wiederherstellung oder einen angemessenen Ersatz sicherzustellen.

Ökologische Schutz-, Wiederherstellungs- sowie Ersatzmassnahmen werden des öfteren nur kurz vor Abschluss eines Planungs- oder baurechtlichen Genehmigungsprozesses thematisiert, was zu Planungsunsicherheit, Verzögerung des Genehmigungsprozesses sowie zu erheblichen Mehrkosten führen kann. Überdies hinaus besteht die Gefahr, dass in der Eile Ersatzmassnahmen konzipiert werden, die räumlich nicht abgestimmt sind und daher keinen, effektiven Mehrwert für den Natur- und Landschaftsraum mit sich bringen.
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Die Einwohnergemeinde Zermatt hat sich daher 2016 dazu entschieden, ein kommunales Ersatzmassnahmenkonzept mit einem Katalog an möglichem Ersatzmassnahmen auszuarbeiten. Eine dieser Massnahmen beinhaltete die ökologische und landschaftliche Aufwertung des neuzeitlichen Gletschervorfelds im Gebiet Gant. Durch den Rückzug des Findelgletschers entwickelte sich hier immer mehr eine spannende Pioniervegetation. Gleichzeitig wurde das Gebiet in den vergangenen Jahrzehnten stark durch den Menschen geprägt, nicht immer mit Rücksicht auf die vorhandenen Natur- und Landschaftswerte.
Während den Sommermonaten von 2019 – 2021 wurden die Aufwertungsmassnahmen vor Ort ausgeführt. Durch den Rückbau und die Renaturierung diverser Fahrspuren, die Schaffung neuer und bessere Vernetzung bestehender Feuchtgebiete sowie eine Optimierung der Wasserzufuhr des Grünsees, konnten die Eingriffe der beiden Mountain Bike-Projekte auf Blauherd und Riffelberg sowie des Skipistenprojekts FIS-Piste kompensiert werden. Im Auftrag der Einwohnergemeinde Zermatt durften wir die Funktion der Projektleitung bei diesem Pilotprojekt wahrnehmen. Die Ausführung der baulichen Massnahmen vor Ort erfolgte durch die Baugruppe der Zermatt Bergbahnen AG unter fachmännischer Begleitung der Forum Umwelt AG. 
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